Wasserbetten

Wasserbetten sind ein Trend, der sich seit den 80er Jahren zunehmender Beliebtheit erfreut. Dabei ist die Idee dafür nicht neu, denn bereits nomadisierende Naturvölker nutzten Säcke aus Ziegenhäuten, die mit Wasser befüllt, auf Kamelen transportiert wurden. Dabei erwärmte sich das enthaltende Wasser und bot nachts nicht nur eine bequeme Unterlage sondern gab zusätzlich Wärme ab. Über eine Heizfunktion verfügen die meisten Wasserbetten auch heute noch. Mittlerweile funktionieren diese mit einem relativ geringen Stromverbrauch. Die Vorteile eines solchen Bettes liegen auf der Hand, denn der Körper wird komplett abgestützt und dadurch entfallen schmerzhafte Druckpunkte. Der Liegekomfort verbessert sich, und die Wärme entspannt den Körper zusätzlich. Außerdem sind die aus Kunststoff gefertigten Matratzen wesentlich hygienischer als andere Modelle.

Arten von Wasserbetten

Unterschieden werden im wesentlichen drei Typen von Wasserbetten. Dazu gehören die so genannten Schlauch-Wassermatratzen, die aus vielen nebeneinander liegenden Schläuchen besteht. Diese sind mit Wasser befüllt und zwischen zwei Schaumstoffauflagen eingebettet. Die geringe Menge an Flüssigkeit und das daraus resultierende niedrige Gewicht, ermöglichen die Verwendung einer solchen Matratze auch auf einem gewöhnlichen Lattenrost. Früher häufiger verwendet aber auch heute noch auf dem Markt ist ein anderer Typ Wasserbetten, als Hardside bezeichnet. Dabei wird die Matratze komplett von einem stabilen Rahmen getragen. Über der Matratze befindet sich ein Textilbezug. Die Wellenbewegung des Bettes lässt sich durch die Füllmenge beeinflussen. Eine einfache Regel besagt, dass je mehr Wasser eingefüllt ist umso härter das Bett ist. Derlei Matratzen können aber nicht in jeden Bettrahmen benutzt werden, und der Ein- und Ausstieg ist gerade für ältere Menschen besonders schwierig. Vorteilhaft wirkt sich hier aber gerade für Selbstbauer der Preis im Gegensatz zu den Softsidebetten aus. Diese gehören zu den neueren Entwicklungen und zeichnen sich durch den soften Schaumstoffrahmen aus. Die Matratze wird jedoch von einem Sockel und einer Bodenplatte getragen. Deshalb kann sie in fast jeden Rahmen eingepasst und auch freistehend aufgestellt werden. Nachteilig wirkt sich bei diesen Modellen jedoch die verringerte Auflagefläche von etwa 5-10cm aus. Im Gegensatz zu den harten Varianten gelingt auch das Beziehen der Matratzen wesentlich einfacher.

Die Pflege von Wasserbetten

Das Befüllen von Wasserbetten ist ganz simpel, einfach den Schlauch auf der einen Seite an den Wasserhahn anschließen und auf der anderen in das Ventil des Matratze einführen. Dazu sind im Handel Befüllstücke erhältlich. Schwieriger ist hingegen die Entleerung. Dafür wird eine Pumpe angeschlossen, die an einem Entleerstück anzubringen ist, die innerhalb von 15 Minuten das Wasser aus der Matratze pumpt. Danach ist diese leicht zu falten und transportfähig. Eine komplette Entleerung ist von Hand nicht möglich.
Die Folie selbst sollte hin und wieder mit Vinylreinigern eingerieben werden, um sie geschmeidig und sauber zu halten.

Vorurteile

Entgegen sich hartnäckig haltender Vorurteile platzen Wasserbetten bei normaler Beanspruchung nicht. Auch Fälle von Seekrankheit sind durch eine solche Schlafunterlage noch nicht bekannt geworden.