Futonbetten - Lebensphilosophie oder kurzweiliger Modetrend?

Hoch im Trend stehen im Moment immer noch asiatische Futonbetten.
Sie sehen durch ihre Schlichtheit attraktiv aus und sind relativ günstig im Preis.

Futon oder Futonbett - wo liegen die Unterschiede?

Ein Futonbett ist flach und hat in der Regel keinen federnden Lattenrost, sondern einen Rollrost. Heute hat sich unter dem Namen "Futon" so ziemlich alles eingebürgert, was flach und preisgünstig ist. Bei den "echten" Futons wird der feste Untergrund nur von einer Alternative zur herkömmlichen Matratze - einer dicken Matte, die aus mehreren Schichten besteht bedeckt.
Die traditionellen japanischen Futons bestehen aus mehreren Lagen Baumwollfasern.
Es gibt sie in den Ausführungen sehr hart bis sehr weich, auf jeden Fall sollte der Interessent vorher einmal Probeliegen. Bei den meisten der heutigen Futonbetten handelt es sich um Mischformen. Hier gibt es einen Kern aus Latex mit unterschiedlichen Schichten, die sich aus Baumwolle, Schurwolle, Rosshaar oder Kokosfasern zusammensetzen und von einem Baumwollbezug umgeben sind.
Es gibt aber auch Modelle mit konventionellen Federkern- bzw. Schaumstoffmatratzen, die nur in "Futon-Optik" gehalten werden. Die unterschiedlichen Härtegrade der Futons sind verschieden zu handhaben. Während es bei einer harten, traditionellen Liegefläche ausreicht, wenn der Futon ab und zu gut auslüftet, sollte der "echte" Futon, wenn er mit einer weichen Liegefläche ausgestattet ist, täglich gerollt und gründlich geklopft werden.
Auch bei den heutigen Mischformen, den Futonbetten, gibt es beachtliche Qualitätsmerkmale.

Qualitätsmerkmale eines Futonbettes, die die Auswahl erleichtern

Als Anhaltspunkt für die überprüfte Qualität des Futonbettes kann auch hier das Gütezeichen "Goldenes M" dienen, das darüber Auskunft gibt, dass das Bett zuvor von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. (DGM) auf Sicherheit und Gesundheit überprüft wurde und stabil und sicher ist.
Nur haltbare, gut verarbeitete Möbel ohne krankmachende Inhaltsstoffe bekommen dieses RAL-Gütezeichen.

Futonbett - ein billiges Schlafvergnügen auf Kosten der Gesundheit?

Manche Kritiker raten von "echten" Futons aus schlafphysiologischer Sicht ab, denn sie meinen, die starren, oft harten Auflagen erfüllen nicht die Voraussetzungen, die an ein modernes Bettsystem gestellt werden. Zudem sei nur durch das tägliche Drehen und Aufschütteln für eine ausreichende Belüftung gesorgt und die verwendeten Naturmaterialien seien Nährboden für die Hausstaubmilbe und somit für Allergiker ungeeignet. Unter den Futonfreunden hingegen gibt es viele begeisterte Anhänger, die sich auch nach Jahren immer wieder für ein Futonbett entscheiden würden und das Schlafen auf einer harten Unterlage einfach nicht mehr missen möchten. Es gibt Futonanhänger, die mit Begeisterung auf selbst gebasteltem Schurwollfuton von knapp 2 Zentimetern Dicke ohne Probleme schlafen und behaupten, dass dadurch vorher vorhandene Rückenprobleme verschwunden seien. Manchmal wird später allerdings doch von dem üblichen Rollrost abgewichen und auf einen teureren Lattenrost umgestiegen, damit schläft der Futonliebhaber dann wie in einem "üblichen" Bett, bloß ebenerdiger.
Entscheidend bei Futonbetten ist die Qualität und Ausführung der Matratze, nach Möglichkeit sollte die Wahl auf einen hochwertigen Taschenfederkern oder eine Latex-Matratze fallen, um die Schlafqualität zu optimieren und den Rücken zu schonen. Ein gesunder Schlaf ist wichtig für die Konzentrationsfähigkeit am Tage, darum sollte hier nicht am falschen Ende gespart werden.